Heilpraktikerin Yapca Witten

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Chinesische Kräuterheilkunde

Die chinesische Kräuterheilkunde hat sich über mehrere Tausendjahre entwickelt. Auch heute ist ihr Ansehen weit höher als das der Akupunktur.
In China werden 70 % der Erkrankungen mit Kräutern, Mineralien und Tierteilen therapiert. Die restlichen 30% werden mit Akupunktur behandelt.

Alle Pflanzen die wir in Europa nutzen, sind entsprechend bearbeitet (getrocknet), so dass sie lange haltbar sind. Sie werden wieder aufgeweicht und als Tee-Absud, Wein oder Pillen eingenommen.

Besonders wichtig ist die Dosierung. Eine Pflanze kann in einer angepassten Dosierung als Heilmittel dienen, jedoch in einer Überdosierung als Gift wirken (z.B. Eisenhut).
Pflanzen haben einen bestimmten Geschmack, wie z.B. scharf, bitter, süß, salzig und sauer.

Scharfe Pflanzen:
Sie leiten die Erkrankung zur Oberfläche in die Poren zurück. Somit ist eine scharfe Suppe bekannt als gutes Mittel gegen Erkältungskrankheiten. Durch das Schwitzen wird die Erkältung aus dem Körper ausgeleitet.

Bittere Pflanzen:
Diese haben eine trocknende, fiebersenkende und abführende Wirkung. Rhabarber und Löwenzahn gehören zu dieser Gruppe. Löwenzahn ist eine wichtige Pflanze bei der Behandlung von Akne welche durch Hitze entsteht. Außerdem hat Rhabarber eine abführende Wirkung.

Salzige Pflanzen:
Mit Mineralien wirken sie erweichend auf Zusammenballungen, wie z.B. Knoten in der Schilddrüse oder Myome (Seetang). Auch verschiedene Muscheln gehören in diese Gruppe

Das Temperaturverhalten von Pflanzen, ist auch sehr wichtig.Jede Temperatur hat ihr eigenes Qi. z.B. eine Pflanze die wärmt beschleunigt das Qi- und Blutfluss in dem Bereich wo sie wirkt. Durch diese wärme wird der Stoffwechsel aktiviert (z.B. bei Verspannungen).

Eine kühlende Pflanze verlangsamt das Qi- und Blutfluss, somit wird der Stoffwechsel passiver (Entzündungen).

Jeder Patient bekommt ein individuell auf ihn und seine Erkrankung passendes Rezept.


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